"Der König von Lohbrügge"


"Es war einmal ..." - Die meisten Märchen beginnen so, aber dieses ist eine wahre Geschichte. Eine Geschichte, zu der viele beigetragen haben, eine Geschichte mit Rückschlägen und Schwierigkeiten, mit Verzweiflung und Euphorie und zum Schluss mit einem wunderbaren Erfolg. Die Geschichte des Musicals:

 

Der König von Lohbrügge

Am Anfang stand eine Idee: Hamburg, die Stadt der Musicals. Hunderttausende haben hier den "König der Löwen" und das "Phantom der Oper" gesehen. Musicals sind ein Geschäft, durchformatiert und auf den Geschmack von vielen abgestimmt. Leichte, gut verträgliche Kost, aber professionell durchgestylt. Musicals sind auch längst in den Schulen angekommen: Professionelle Anbieter versprechen, innerhalb einer Woche mit einer Schule ein Musical auf die Bühne zu bringen. Der Ablauf ist vorgeplant, das Stück, das zum Schluss aufgeführt wird, steht schon vor Beginn des Projektes fest. Das macht es natürlich einfacher.

Würde es auch gehen, sich ein eigenes Stück auszudenken? Mit nichts in der Hand anzufangen, außer der eigenen Phantasie, der Musikalität und dem Willen, etwas Vorzeigbares zustande zu bringen?

 

 

Angelehnt an das erfolgreichste Hamburger Musical entstand der Titel "Der König von Lohbrügge". Wobei Lohbrügge ein Stadtteil von Hamburg ist, den viele Menschen nur aus der Kriminalitätsberichterstattung kennen. Hier wohnen ruind 30.000 Menschen, es gibt zwei Gymnasien, zwei Stadtteilschulen, eine Handvoll Grundschulen, bis 2015 keine öffentliche Bibliothek, aber das weiter über den Stadtteil hinaus bekannte Kulturzentrum LOLA und das KIKU. Einen "König von Lohbrügge" auszurufen, hat da schon eine kleine ironische Note.

Nachdem Förderzusagen vom Fonds Soziokultur und der Hamburgischen Kulturstiftung vorlagen, übergaben wir das Projekt einer Schülergruppe aus der elften Klassenstufe der Stadtteilschule Richard-Linde-Weg.

Ein Musical-Text entsteht...