Unser Credo:

Kulturelle Bildung, ins­be­son­dere für Kin­der und Ju­gend­li­che, de­­nen nicht schon alle Türen offen stehen: Dieses Hauptziel ver­folgt das "KIKU - Kinderkultur­haus Lohbrügge". Inte­gra­tion ist dabei stets mit­gedacht. Des­halb hat das KIKU auch einen be­son­de­ren Schwer­punkt in der Sprach­för­de­rung: In Kulturprojekten, also beim Theaterspielen, Tanzen, Musik machen etc, fördert das KIKU Kinder mit einem aus­ge­wie­se­nen Sprach­för­der­be­darf. Dies geschieht in Kooperation mit inzwischen acht Schulen. 

Das KIKU ist eine gemeinnützige Organisation. Es entstand aus der kulturellen Bildungsarbeit des Kulturzentrums LOLA.

Unsere Wunschliste

Wenn wir uns was wünschen dürften ... Leider gibt es noch viele unerfüllte Wünsche, mit denen wir die Arbeit des KIKUs voranbringen könnten. Ihre Spende trägt dazu bei, den einen oder anderen Wunsch zu erfüllen!

• Neues Balkongeländer: 3.500 €
• Projektküche: 10.000 €
• Reparatur Antik-Tisch: 1000 €
• Küchenausstattung: 2.000
• Spielgeräte für KIKU-Garten:
   Tischfußballspiel: 700 €
   Bodentrampolin: 3.000 €
   Balancierstrecke: ab 1.700 €
• Ausstattung Lese-Laube: 300
• Renovierung Saal: 2.500 €
• Mobile Soundanlage: 1.100 €
• Mobiler Schnittplatz: 2.200 €

Und hier geht es zu den erfüllten Wünschen!

Gesundheitsthema des Monats im KIKU:

Sonne – aber in Maßen!

Referent_innen


Prof. Dr. Klaus Hurrelmann

Prof. Dr. Klaus Hurrelmann ist Sozialwissenschaftler mit dem Schwerpunkt Kinder-, Jugend- und Bildungsforschung. Seit März 2009 arbeitet er als Senior Professor of Public Health and Education an der Hertie School of Governance in Berlin. Er hat zahlreiche theoretische und empirische Studien vorgelegt und war u. a. im Leitungsteam der letzten World Vision Kinderstudien und der Shell Jugendstudien. Mehrere internationale Professuren zeugen von dem Ruf dieses anerkannten Experten.

Klaus Hurrelmann hielt den einleitenden Vortrag bei der Tagung. 

Dr. Vesna Ilić

Dr. Vesna Ilić arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin (PostDoc) in der Arbeitsgruppe Diversity in Education Research. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Mehrsprachigkeit und Sprachentwicklung bei Kindern und Jugendlichen und Umgang mit Mehrsprachigkeit in Bildungsinstitutionen.

Sie studierte Erziehungswissenschaft mit den Nebenfächern Psychologie und Soziologie in Hamburg und promovierte am Fachbereich Allgemeine, Interkulturelle und International Vergleichende Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg. Von 2010-2011 war sie Stipendiatin im Hamburger Landesexzellenzcluster „Linguistic Diversity Management in Urban Areas – LiMA“ und von 2011-2014 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Interkulturelle und International Vergleichende Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg tätig.

Forum V: Mehrsprachigkeit und sprachliche Frühförderung als Garant für Bildungserfolg

Das Forum ist als Workshop konzipiert und richtet sich vornehmlich an pädagogische Fachkräfte und Verantwortliche in (früh)kindlichen Bildungsinstitutionen sowie Fachwissenschaftlerinnen und Fachwissenschaftler im Bereich der frühkindlichen Bildung. Thematischer Schwerpunkt des Workshops ist die sprachliche Frühförderung durch den Einbezug der Mehrsprachigkeit von Kindern mit Migrationshintergrund in (früh)kindliche Bildungsinstitutionen. Zunächst wird in einem Kurzinput in das Themenfeld Mehrsprachigkeit in (früh)kindlichen Bildungsinstitutionen eingeführt. Danach sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Gruppen Konzepte bzw. Möglichkeiten zum Einbezug von Mehrsprachigkeit in (früh)kindlichen Bildungsinstitutionen kennenlernen. Ziel der Gruppenarbeit ist, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer anhand der vorliegenden Konzepte reflektieren, welche Konsequenzen bzw. Möglichkeiten sich für Ihren Arbeitsalltag daraus ergeben. Abschließend sollen die in den Gruppen erarbeiteten Aspekte im Plenum diskutiert werden.

 

Regine Hartung

Regine Hartung, Leiterin der Beratungsstelle Interkulturelle Erziehung am Hamburger Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung, LI Hamburg.

Seit 2000: Beratungs-, Fortbildungs- und Schulbegleitungstätigkeit in dem Bereich "Interkulturelle Öffnung von Schule"; seit 2012: Konzeption/ Durchführung des Pilotprojektes „Qualifizierung von Lehrkräften zu Interkulturellen Koordinationen“; Mitarbeit in diversen nationalen und internationalen interkulturellen Projekten, u.a. auf dem Balkan, in der GUS, in Indonesien und in Italien.

Forum IV: Interkulturelle Öffnung – ein Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit?
Was bedeutet Interkulturelle Öffnung und wie kann man sie umsetzen?

Hamburger Schulen sind heute Orte, in denen Menschen mit unterschiedlichsten Lebens- und  Herkunftshintergründen gemeinsam lernen. Damit dies gelingt und alle Schülerinnen und Schüler die gleichen Chancen haben, ihr Potenzial zu entfalten, bedarf es Personal und Strukturen, die auf Umgang mit Differenz ausgerichtet sind. Studien belegen, dass Schulen, die auf interkulturelle Öffnung setzen und den Abbau von Benachteiligung als gemeinschaftliche Aufgabe der Schulentwicklung definieren, ihre professionellen Arbeitskulturen weiter entwickeln, ihre Atmosphäre verbessern und zur Steigerung der Schulerfolge beitragen können (vgl. Carl-Bertelsmann-Preis 2008, Gomolla u.a. 2014 u.a.).

Am Beispiel der Qualifizierung zur Interkulturellen Koordination des Hamburger Landesinstituts und des Projektes BQM Beratung Qualifizierung  Migration wird aufgezeigt, was Interkulturelle Öffnung heißen kann und wie man sie umsetzen kann.

Unmut Savac

Umut Savac ist seit August 2013 Manager im Bereich Recruiting & Auswahl bei der Bildungsinitiative Teach First Deutschland.

Er studierte Politikwissenschaften (B.A.) und Internationale Kriminologie (M.A.) in Hamburg, Istanbul und Canterbury. Nach einem kurzen Zwischenstopp als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sicherheits- und Präventionsforschung, wurde er Teach First Deutschland - Fellow der Klasse 2011 an der Fritz Schumacher Schule in Hamburg

WORKSHOP V: Hochschulabsolventen an Schulen in sozialen Brennpunkten -
Teach First Deutschland als Motor für Bildungsgerechtigkeit

Wie kann Bildungsgerechtigkeit noch mehr als Aufgabe der ganzen Gesellschaft verstanden werden? Welche Rollen können Stiftungen, Unternehmen und jeder einzelne von uns einnehmen? Was können Bildungseinrichtungen leisten und an welche Grenzen stoßen sie?

In dem Workshop machen wir Sie mit unserem Programmansatz und der Arbeit unserer Fellows an Hamburger Schulen vertraut. Wir bringen Hochschulabsolventen verschiedenster Fachrichtungen (bspw. Kriminologen, Physiker, Wirtschaftsingenieure) für zwei Jahre in Vollzeit an Grund- und Stadtteilschulen in schwieriger Lage in Hamburg. Die sogenannten Fellows fördern die Kinder und Jugendlichen ganz gezielt – im Fachunterricht, im Förderbereich und im Ganztag. Ihre Ziele: Die Jugendlichen verbessern ihre Leistungen rechtzeitig, erlangen Schulabschlüsse und Ausbildungsplätze und haben somit tragfähige Zukunftschancen. Die Fellows wiederum nehmen ihre Erfahrungen aus den zwei Jahren Schuleinsatz mit in ihre weiteren beruflichen Positionen außerhalb von Schule und setzen sich von dort aus als Bildungsbotschafter für mehr Chancengerechtigkeit ein.

In dem Workshop zeigen wir Ihnen konkrete Beispiele, wie unsere Fellows an ihren Einsatzschulen und danach wirken. Gemeinsam überlegen wir, wie Bildung noch stärker zum Thema gemeinschaftlicher Verantwortung werden kann.

Prof. Dr. Ursula Neumann

Prof. Dr. Ursula Neumann ist Professorin am Institut für Internationale und Interkulturell Vergleichende Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg. Die ehemalige Beauftragte für Migrationspolitik des Hamburger Senats ist Mitglied der Forschungsgruppe Diversity in Education Research und stellvertretende Direktorin der Akademie der Weltreligionen.

Ihre Arbeitsschwerpunkte sind: Bildung und Migration, Integrations- und Migrationspolitik, Interkulturelle Erziehung, Bildungssituation junger Flüchtlinge, Ausländer- und Asylrecht, Religion und interreligiöser Dialog. Unter anderem ist sie Mitglied im Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration, Berlin.

Ursula Neumann hielt einen Vortrag zum Thema "Mehrsprachigkeit und Bildungschancen durch kulturelle Projekte" und leitete einen Workshop über die Schule in der Einwanderungsgesellschaft / Erfahrungen mit dem Hamburger Theatersprachcamp.

Birte Priebe

Birte Priebe, Sonderschullehrerin für Lernbehindertenpädagogik und Sprachbehindertenpädagogik, Unterrichtsfach: Religion, zurzeit Förderkoordination und Sprachlernberaterin in der STS Kirchwerder, Arbeitsschwerpunkt: Inklusion.

Mehrjährige Tätigkeit im Landesinstitut für Lehrerfortbildung im Bereich Sprachbildung, Lehrauftrag an der UNI Hamburg für die Studierenden zur Vorbereitung der TheaterSprachCamps, Mitarbeit im KIKU im Bereich Fortbildung.

Workshop III " Wege weg vom Abstellgleis - Schule neu denken

„Die ganze Kunst der Sprache besteht darin, verstanden zu werden.“ (Konfuzius)

Kinder gelangen auf ein Abstellgleis, weil sie die Sprache nicht verstehen und ihre Sprache nicht verstanden wird. Die durchgängige Sprachbildung ist ein Weg aus dieser Sackgasse.

Das Hamburger Sprachförderkonzept hilft Kindern aus Zuwandererfamilien und  Kindern aus unserem Land mit sprachlichen Schwierigkeiten wieder „Fahrt aufzunehmen“. Die durchgängige Sprachbildung steht im Zentrum dieses Konzepts. Ein wichtiges Element des Konzepts sind die sprachförderlichen Aktivitäten in Verbindung mit kreativen Elementen u.a. aus den Bereichen Theater, Kunst und Bewegung. Die Praxis zeigt, dass sich die sprachlichen Kompetenzen der Kinder durch gezielte Sprachförderung im Zusammenhang mit handelnden oder freudebringenden Aktionen schneller und effektiver verbessern. Dabei spielt das Einbeziehen der Mehrsprachigkeit eine bedeutende Rolle.

Warum das so ist, zeigen gelungene Beispiele aus der Schule und dem schulischen Umfeld  im ersten Teil dieses Workshops. Im anderen Teil werden kurze kreative Sequenzen zusammen mit den Teilnehmenden erprobt.

Prof. Dr. Heidemarie Keller ist Professorin i.R. an der Universität Osnabrück und Kodirektorin des Nevet Institutes an der Hebrew University, Jerusalem.

Sie beschäftigt sich mit kulturspezifischen Sozialisationspfaden und führt dazu umfangreiche Forschungsprogramme durch. Aus den Ergebnissen dieser Forschungsprojekte sind vielfältige Konzepte für die elementarpädagogische Praxis entwickelt und evaluiert worden.

Nina Kuhn
Annette Huber

Annette Huber ist Lese- und Literaturpädagogin (BVL) mit Schwerpunkt Early Literacy. Nach einer Ausbildung zur Buchhändlerin studierte sie Anglistik und Germanistik (M.A.) in Dublin und Oldenburg. Seit 2006 ist sie feste freie Mitarbeiterin des Vereins Seiteneinsteiger e.V. in Hamburg und betreut dort u.a. das Lesenetz Hamburg und die frühe Sprachförderungskampagne Buchstart. 

Nina Kuhn, Jahrgang 1970, studierte Buchwissenschaften in Mainz. Nach dem Studium arbeitete sie als Lektorin im Reclam Verlag Leipzig, später im Literaturhaus München als Programmreferentin. Im Jahr 2000 Wechsel nach Hamburg als Partnerin im Literatur- und Pressebüro Pauw & Politycki, seit 2006 selbständig mit der Agentur Literaturkontor.

Gründung des Vereins Seiteneinsteiger 2007, dort als geschäftsführender Vorstand tätig und mit Projekten wie Buchstart, Lesefest Seiteneinsteiger, Lesenetz Hamburg, Leselotte, KLASSEnSÄTZE u.a. beschäftigt:

Forum III

Praxisforum zu den Projekten, „Buchstart“, „Hamburger KiTas lesen vor“ und „Gedichte für Wichte“

Exemplarisch werden hier drei Beispiele der Leseförderung in Hamburg aufgegriffen und im Hinblick auf Förderaspekte beschrieben.

Die drei Projekte zielen auf unterschiedliche Lebenssituationen von Kindern und unterschiedliche Institutionen. „Hamburger Kitas lesen vor“ wendet sich an Pädagogische Fachkräfte, wie ErzieherInnen, KindheitspädagogInnen und LehrerInnen in Kindertagesstätten. „Buchstart“ richtet seine Aufmerksamkeit auf Familien mit Kleinkindern und „Gedichte für Wichte“ an Gruppen von Kindern und BetreuerInnen, mit einem Fokus auf Migration.

Allen drei Projekten ist gemein, Lesen frühzeitig zu einem gemeinsamen Erlebnis von Kindern und Erwachsenen zu machen.

Ulrich Vieluf

Ulrich Vieluf ist freiberuflich in der Schul- und Bildungsforschung tätig, u.a. als Leiter der Hamburger KESS-Studie und im Team der wissenschaftlichen Begleitung der Berliner Gemeinschaftsschulen.  

Er studierte Erziehungswissenschaften, Grundschulpädagogik, Deutsch und Psychologie in Hamburg. Nach dem Referendariat in Hamburg (1986–1987) wurde er zunächst Sozialarbeiter im Harburger Phoenix-Viertel. Von 1988 bis 1990 war er als Redakteur tätig. 1990 stieg er als Referent in der Behörde für Schule, Jugend und Berufsbildung (BSJB) in die Hamburger Verwaltung ein. Ab 1991 war er als Referatsleiter für die Öffentlichkeitsarbeit der BSJB verantwortlich, von 1996 bis 2000 leitete er das Büro von Schulsenatorin Rosemarie Raab. Im Anschluss war er bis 2002 Leiter der Unterabteilung „Förderung besonderer Schülergruppen, Bildungsberichterstattung" in der BBS/Behörde für Bildung und Sport. Von 2002 bis zu seiner Ernennung zum Staatsrat war Vieluf Abteilungsleiter für Qualitätsentwicklung und Standardsicherung am Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung.

Marieke Brüggmann
Thomas Ricken

Marieke Brüggmann hat Sport-/Bewegungswissenschaften und Psychologie in Hamburg studiert. In ihrer langjährigen Tätigkeit als Zirkuspädagogin verbinden sich Schauspiel- und Bewegungskunst. Beim KIKU nahm sie 2011 an der Fortbildung zur Sprachförderkraft teil. Sie gehört zum Team um das von der BKJ geförderten Projekt „Wer ist mir auf den Mund gefallen?“ In Zusammenarbeit von Zirkuspädagogen und einer Logopädin verbindet es Zirkus und Sprachförderung miteinander, um Sprachbarrieren zu überwinden.

Thomas Ricken gehört zum Geschäftsführungsteam im KIKU. Sein Schwerpunkt in der kulturpädagogischen Arbeit sind spartenübergreifende Projekte mit Musik, Theater und Sprache. Nach einem Zeitungsvolontariat studierte er Kulturpädagogik und Lehramt für Grund- und Hauptschulen.

Workshop IV: Kreative Sprachförderung

Wie bekommt man Kinder ins Sprechen, welche Methoden und Wege gibt es? Marieke Brüggmann und Thomas Ricken stellen einige erprobte Übungen und Spiele aus den Bereichen Theater, Bewegung und Musik vor. Einleitend erfahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer etwas über die kulturelle Sprachförderarbeit im KIKU.